Kleine Materialkunde

Wir arbeiten mit den unterschiedlichsten Materialien. Es darf auch gerne aussergewöhnlich sein, denn jeder sollte das für ihn und das Schmuckstück passende Material finden. Dazu sind einige Vorkenntnisse nötig die wir hier in den gröbsten Zügen erklären.

Gold…

…ist wohl das am meisten verbreitete Metall für Schmuck. Der Glanz von poliertem Gold verzauberte die Menschen schon immer. Heute kennen wir verschiedene Gold-Legierungen, denn es wird selten rein verarbeitet. Es ist sehr weich, zerkratzt leicht und ist sehr teuer. Aus diesen Gründen legiert (mischt) man das Gold mit anderen Metallen. Je nachdem welche Metalle beigegeben werden entstehen andere Farben. So enthält Weissgold mehr Palladium und Rotgold mehr Kupfer. Auch seltenere Farben sind möglich, zum Beispiel Grüngold und Violettegold.

Silber…

…besticht durch sein helles Weiss und ist oft die preisgünstige Alternative. Silber ist zwar ein Edelmetall, geht aber gerne chemische Verbindungen mit Schwefel ein. Dadurch entstehen gerade in Vertiefungen im Schmuck oft schwarze Stellen. Silber eignet sich gut für Schmuckkurse, da es leicht zu verarbeiten und erschwinglich ist.

Platin…

…ist das edelste aller Edelmetalle. Seine weisse Farbe und die harte Oberfläche machen es sehr begehrt. Leider ist Platin auch sehr teuer. Zwar ist die Preisdifferenz vom Feingold- zum Feinplatin-Kurs in den letzten Jahren sehr gering geworden, doch das höhere spezifische Gewicht lässt am Ende doch oft eine beachtliche Differenz zu.

Palladium…

…, die kleine Schwester vom Platin und eine gute Alternative zu Weissgold. Es liegt preislich zwischen Weissgold und Silber. Da Palladium im Schmuckbereich noch nicht sehr lange verwendet wird, gerät es leicht vergessen. Zu Unrecht wie wir finden.

Rhodium…

…eignet sich nicht für Schmucklegierungen. Es findet aber eine grosse Beliebtheit für galvanische Überzüge. Ähnlich einer Vergoldung wird Rhodium über Weissgoldschmuckstücke gezogen um eine noch strahlendere weisse Farbe zu erhalten. Der Überzug nutzt sich mit der Zeit ab und muss dann erneuert werden.

Edelsteine…

…geben dem Schmuckstück den letzten Glanz. Gezielt eingesetzt heben sie jedes Stück hervor und lassen es strahlen. Alle Steine zu erklären würde hier den Rahmen sprengen, wir beraten Sie aber gerne bei uns in der Werkstatt. Dort wird vom Diamanten bis zum Rosenquarz alles verarbeitet.

Karbon…

…wird immer populärer. Seine kratzfeste Oberfläche, das geringe Gewicht sowie die dunkle Farbe machen es sehr begehrt. Einziges Manko; einmal fertig verarbeitet lassen sich keine Änderungen mehr vornehmen.

Holz…

…lässt sich zu einzigartigen Schmuckstücken verarbeiten. Eine Vielzahl von Edelhölzern lassen sich gut mit Edelmetallen verbinden.

Elfenbein…

…ist nur sehr schwer auf legalem Weg zu bekommen. Immer wieder werden Elefanten nur ihrer Stosszähne wegen geschlachtet. Daher beschränken wir uns auf Mammut-Elfenbein. Die schmelzenden Schneemassen geben immer neue Skelette frei und so ist ein Verarbeiten dieses Materials mit gutem Gewissen möglich.